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Unser Weg zur Gemeinwohl-Bilanz. Warum wir uns bilanzieren und was als Nächstes kommt.

Nachhaltigkeit und Gemeinwohl sind für uns keine Zusatzthemen. Sie sind ein Maßstab dafür, wie wir als Unternehmen handeln. Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet dafür einen klaren Rahmen. Sie bewertet Organisationen nicht in erster Linie nach finanziellem Erfolg, sondern danach, wie stark sie zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung.

Was die Gemeinwohl-Ökonomie ist und warum sie zur cima passt.

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein Wirtschaftsmodell, das gesellschaftlichen Nutzen und nachhaltige Wirkung systematisch in den Fokus rückt. Genau diese Perspektive überzeugt uns. Denn wirtschaftliche Stabilität bleibt wichtig, aber sie ist nicht das alleinige Ziel.

Ein zentrales Instrument ist die Gemeinwohl-Bilanz, die alle zwei Jahre erstellt wird. Die Bewertung erfolgt entlang der Gemeinwohl-Matrix. Sie verbindet zentrale Werte wie Menschenwürde oder ökologische Nachhaltigkeit mit Berührungsgruppen wie Lieferantinnen und Lieferanten, Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden oder dem gesellschaftlichen Umfeld. So wird sichtbar, wie konsequent ein Unternehmen seine Werte im Alltag und gegenüber seinen Anspruchsgruppen lebt.

Unser Startpunkt war, Nachhaltigkeit strukturiert anzugehen.

Bei der cima ist Nachhaltigkeit breit aufgestellt. Dazu gehören konkrete Maßnahmen im Büroalltag, die Weiterentwicklung unserer Produkte und nun, als verbindender Rahmen, die Zertifizierung nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie.

Im Jahr 2022 gab es den internen Startschuss, um Nachhaltigkeit stärker zu vertiefen und dafür auch Zeitbudgets zu schaffen. Bei der 35-Jahr-Feier der cima im Jahr 2023 war die Gemeinwohl-Ökonomie dann bereits Schwerpunkt der Strategie-Besprechungen und damit ein sichtbarer Teil der weiteren Unternehmensausrichtung.

Parallel dazu wurde Nachhaltigkeit auch im Unternehmensalltag sichtbarer. In den Büros entstanden Nachhaltigkeitschartas und engagierte Multiplikator*innen an den einzelnen cima-Standorten sorgen dafür, dass das Thema wirksam und dauerhaft verankert wird. Es gab Aktionen rund um den Weltumwelttag. Und standortübergreifend wurden Aktivitäten wie das Stadtradeln umgesetzt.

Die erste Gemeinwohl-Bilanz bestand aus einer Kompaktbilanz und einem externen Audit.

Für die Berichtsjahre 2022 und 2023 haben wir unsere erste Kompaktbilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie erstellt und erfolgreich durch ein externes Audit abgeschlossen.

Der Prozess war bewusst umfangreich. Grundlage ist ein Arbeitsbuch mit vielen Leitfragen, die je Themenfeld beantwortet werden müssen, einschließlich einer Selbsteinschätzung. Diese wird durch einen unabhängigen Auditor überprüft.

Wichtig war dabei nicht nur der Rückblick, also die Frage: Was tun wir bereits? Wichtig war ausdrücklich auch der Blick nach vorn. Welche Verbesserungen leiten wir daraus ab? Und welche Maßnahmen nehmen wir uns für den nächsten Bilanzierungszeitraum konkret vor?

Ein wichtiges Learning aus der ersten Bilanz war für uns, dass wir bereits viele nachhaltige Praktiken leben, ohne sie immer ausdrücklich so zu benennen. Der Prozess hat geholfen, diese Stärken sichtbar zu machen. Gleichzeitig wurde transparent, an welchen Stellen wir noch mehr Systematik, klarere Standards und eine bessere Datenbasis brauchen. Genau diese Verbindung aus Anerkennung des Bestehenden und offenem Blick auf das, was noch besser werden muss, macht die Bilanz für uns so wertvoll.

Mitgliedschaft und Label sorgen für Sichtbarkeit durch überprüfbare Nachweise.

Seit September 2025 sind wir Mitglied in der Gemeinwohl-Ökonomie. Mit dem im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossenen Audit sind wir zudem berechtigt, das ECOnGOOD-Label zu führen. Voraussetzung dafür sind unter anderem unsere geprüfte Bilanz mit positivem Ergebnis, ein gültiger Auditbericht und die Veröffentlichung der Bilanz.

Für uns ist das mehr als ein Siegel. Es ist ein überprüfbarer Nachweis, der nach innen Orientierung gibt und nach außen Vertrauen schafft. Denn er zeigt, dass wir Verantwortung nicht nur behaupten, sondern strukturiert dokumentieren und prüfen lassen.

Wie sich Gemeinwohl nach innen im Alltag konkret zeigt.

Die Bilanz zur Gemeinwohl-Ökonomie ist kein Papierprojekt. Sie soll dazu beitragen, Routinen zu verbessern und Wirkung zu erhöhen. Konkret geht es bei uns zum Beispiel um nachhaltige Beschaffung, also regional, fair und ökologisch, um ressourcenschonende Büroabläufe und Mobilität, um interne Aktionen sowie um die standortübergreifende Koordination über Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an unseren verschiedenen Standorten bundesweit.

Wie sich Gemeinwohl nach außen in Haltung, Projekten und Marktanforderungen zeigt.

Gemeinwohl und Nachhaltigkeit passen auch zu unserem Beratungsverständnis. Wir wollen mit unserer Arbeit zu lebenswerten und zukunftsfähigen Städten, Gemeinden und Regionen beitragen und diese Verantwortung offiziell dokumentieren.

Gleichzeitig beobachten wir, dass immer mehr Auftraggeberinnen und Auftraggeber sowie Verwaltungen Nachhaltigkeitsaspekte konsequent mitdenken und in Vergaben verankern. Diese Entwicklung schafft Orientierung, belohnt nachvollziehbares Engagement und stärkt insgesamt die Qualität von Projekten. Weil Nachhaltigkeitsnachweise in Ausschreibungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, unterstützt uns die Zertifizierung nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie dabei, unsere Haltung und Arbeitsweise verlässlich zu belegen und unsere Positionierung als Partner für gemeinwohlorientierte Stadt- und Regionalentwicklung weiter zu schärfen.

Wissen teilen, Wirkung stärken.

Neben der Mitgliedschaft in der Gemeinwohl-Ökonomie sind wir in weiteren Netzwerken aktiv, um voneinander zu lernen, gute Praxis zu teilen und Impulse in die Organisation zu tragen.

Dazu gehört das Green Teams Netzwerk. Es ist eine Austauschplattform für Nachhaltigkeitsteams aus Unternehmen, mit Workshops, Wissenstransfer und gegenseitiger Motivation.

Ein weiteres Netzwerk ist Phase Nachhaltigkeit, eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und der Bundesarchitektenkammer. Sie möchte Nachhaltigkeit als neues Normal in der Planungspraxis stärken, unter anderem über die Deklaration Nachhaltigkeit Stadtplanung.

Die nächsten Schritte führen von Maßnahmen zu Wirkung.

Mit der ersten Kompaktbilanz ist die Grundlage gelegt. Jetzt geht es darum, Prioritäten zu setzen, Maßnahmen umzusetzen und die nächste Bilanz vorzubereiten.

Geplant oder bereits in Arbeit ist, priorisierte Maßnahmen aus der Kompaktbilanz im Unternehmen festzulegen. Außerdem geht es um die Umsetzung dieser priorisierten Maßnahmen gemeinsam mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der jeweiligen Standorte, einschließlich Leitfäden, Übersichten und mehr Datenklarheit. Hinzu kommen interne Aktionen, zum Teil wiederkehrend und standortbezogen. Außerdem wird die Vollbilanz für die Jahre 2024 und 2025 vorbereitet.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserer öffentlich zugänglichen Bilanz transparente Informationen, wo wir bereits gut aufgestellt sind und wo wir noch besser werden wollen. Die Gemeinwohl-Bilanz ist damit für uns kein Endpunkt, sondern ein kontinuierlicher Prozess: lernen, verbessern, belegen und das Gemeinwohl langfristig stärken.

 

Nachhaltigkeit und Gemeinwohl bei der cima

Nachhaltigkeit beginnt bei uns allen. Tägliche Aktionen wie das Reduzieren von Abfall, die Verwendung von wiederverwendbaren Essens-Behältnissen sowie das Einsparen von Energie können einen Unterschied machen. Indem wir bewusste Entscheidungen treffen und kleine Schritte unternehmen, leisten wir einen positiven Beitrag für unseren Planeten und kommende Generationen.

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